Raster oder Vektor entscheiden
Ein Rasterbild besteht aus Pixeln mit Farbwerten. Vergrößerung erfindet keine echten Details; Interpolation glättet nur Übergänge. Vektorgrafik beschreibt Pfade, Flächen und Konturen und lässt sich ohne klassische Pixelkanten skalieren. Sobald Filter, Texturen oder Fotos eingebettet werden, enthält auch eine Vektordatei Rasteranteile.
Für ein Logo sind klare Pfade, definierte Farben und saubere Konturen meist sinnvoll. Ein Foto bleibt Rasterbild. Infografiken können beides kombinieren. Die Entscheidung sollte vor der Bearbeitung fallen, weil nachträgliches automatisches Nachzeichnen selten dieselbe Qualität wie eine bewusst konstruierte Form liefert.
Auflösung und Zielmedium
Für Bildschirme zählt zunächst die tatsächliche Pixelabmessung im Layout. Metadaten wie 72 oder 300 dpi ändern allein nicht die sichtbare Pixelzahl. Im Druck ergibt sich aus Pixelzahl und gewünschter Größe eine effektive Pixeldichte. Große Plakate werden aus größerer Entfernung betrachtet und benötigen oft weniger Bildpunkte pro Zentimeter als ein nah gelesenes Buch.
Vor dem Export sollten Beschnitt, Endformat und maximal benötigte Größe feststehen. Mehrfaches Skalieren und Speichern in verlustbehafteten Formaten verschlechtert das Bild. Schärfung gehört an das Ende und muss für die konkrete Ausgabe beurteilt werden.
- Zielgröße in Pixeln oder Millimetern notieren
- Foto, Logo, Diagramm und Text nach Inhaltstyp trennen
- Masterdatei verlustfrei und mit Ebenen aufbewahren
- Export auf echtem Zielgerät oder als Probedruck prüfen
Farbe, Transparenz und Kompression
RGB beschreibt Lichtfarben für Displays; Druckprozesse nutzen meist CMYK-Farben mit geräteabhängigen Profilen. Eine einfache Umwandlung garantiert keine identische Erscheinung, weil Monitore leuchten und Papier Licht reflektiert. Farbmanagement übersetzt zwischen beschriebenen Farbräumen; ein kalibrierter Monitor und ein korrektes Ausgabeprofil reduzieren Überraschungen.
JPEG komprimiert Fotos effizient, erzeugt an harten Kanten aber Artefakte. PNG bewahrt scharfe Kanten und Transparenz verlustfrei, kann bei Fotos groß werden. SVG eignet sich für viele Vektorgrafiken im Web. Moderne Formate können effizienter sein, brauchen jedoch einen geplanten Fallback und sollten nicht die einzige Archivkopie bilden.
Dateien übergabefähig machen
Eine brauchbare Übergabe umfasst Originaldatei, verknüpfte Bilder, Schrift- oder Lizenzhinweise und definierte Exporte. Ebenennamen, Maße und Farbprofile sparen später Sucharbeit. Bei Webgrafiken gehören Alternativtext und ausreichender Kontrast zur Gestaltung; Text sollte nach Möglichkeit echter Text bleiben statt in Pixel eingebrannt zu werden.
Für Archivierung empfiehlt sich eine verständliche Ordnerstruktur mit Datum und Version, nicht „final_final2“. Offene oder gut dokumentierte Formate verbessern die Chance späterer Lesbarkeit. Prüfsummen und getrennte Sicherungskopien schützen gegen unbemerkte Dateischäden, ersetzen aber keine Formatmigration.
Geltungsbereich und aktuelle Prüfung
Konkrete Exportwerte hängen von Druckerei, Browserunterstützung, Motiv und Zielgröße ab. Farbverbindliche Produktion braucht ein abgestimmtes Proof-Verfahren. Marken- und Programmnamen wären nur Beispiele und stellen keine Produktempfehlung dar.
Quellen und weiterführende Prüfpunkte
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